Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Partner und Sponsoren,
sehr geehrte Damen und Herren,

durch den Physiker W.C. Röntgen wurde 1895 ein Traum der Medizin Realität. Zum ersten Mal gelang der nichtinvasive Blick in den Patienten. In den über 100 Jahren, die seither vergangen sind haben Physik, Mathematik und Technik alle entscheidenden Grundlagen medizinischer Bildgebung geschaffen und die daraus resultierenden Verfahren permanent weiterentwickelt. Meilensteine dieser Entwicklung waren die Einführung der Röntgen-CT, der MRT, von PET, SPECT und US.


Die Röntgencomputertomographie bietet inzwischen Höchstauflösung in Ort und Zeit, die derzeitige Entwicklung in der MRT ist zum einen geprägt von der Einführung von Hochfeldsystemen mit 7T und mehr. Die Weiterentwicklung von paralleler Bildgebung, neue Bildgebungskonzepte wie compressed sensing, inverse imaging und MR-Enzephalographie sowie die Einführung von nicht bijektiven, multipolaren ‚Magnetfeldgradienten` sind weitere Stichworte, die die aktuell überaus intensive MR-Entwicklung prägen. Im Bereich der translationalen Forschung gehört die molekulare Bildgebung mit hyperpolariserten Kernen zu den derzeit intensiv untersuchten und diskutierten Entwicklungen. Als rein funktionelle Bildgebungsverfahren erlauben PET und SPECT mit Hilfe verschiedenster radioaktiv markierter Tracer einen Blick auf die unterschiedlichen Stoffwechselparameter des menschlichen Körpers. Beide Verfahren zeichnen sich dabei durch ihre hohe messtechnische Sensitivität aus, insbesondere die PET liefert dabei zeitlich und räumlich hochauflösende und quantitativ auswertbare Bilder. Mit der gerätetechnischen Verschmelzung der nuklearmedizinischen Methoden mit CT und neuerdings auch der MRT verbindet die Bildgebung die Radiologischen Fächer zunehmend und es entstehen interessante Betätigungsfelder für die medizinische Physik .Die Strahlentherapie nutzt und evaluiert neben den verbesserten Angeboten der Bildgebung zur differenzierten Abgrenzung des Planungszielvolumens die kV Bildgebung vor Ort am Bestrahlungsgerät um die Lokalisation des Behandlungsvolumens individuell zur Korrektur interfraktioneller Veränderungen für jede Bestrahlung zu gewährleisten. Intrafraktionelle Veränderungen gegenüber der Planungssituation werden durch Gating- und Trackingtechniken berücksichtigt. Ebenfalls Entwicklungsgebiet ist die elastische Bildregistrierung, die die Möglichkeiten der Bestrahlungsplanung erweitert, aber auch in der Diagnostik zahlreiche Anwendungen findet.


Mehr sehen, Bilder für die Diagnostik und Therapie in der Medizin

soll als Überschrift über diesem Kongress die genannten Themen zusammenfassen und als Schwerpunkt dieser Tagung den Teilnehmern die Gelegenheit bieten, das aktuelle Angebot physikalisch technischer Leistungen moderner Bildgebung zu erfahren und durch eigene Beiträge zu ergänzen. Daneben wird das breite Spektrum anderer Themen der medizinischen Physik jedoch nicht zu kurz kommen.


Der Kongress findet in den Universitätsgebäuden im Herzen Freiburgs statt, die Wege sind kurz und erlauben Entspannung und Abwechslung nicht nur vor und nach dem Kongress sondern auch immer wieder zwischendrin. Landschaft und Lebensart in der Regio zwischen Schwarzwald, den Vogesen und dem Schweizer Jura bieten dafür beste Voraussetzungen, denn Freiburg ist immer eine Reise wert.


Unser Ziel ist es, Ihnen neben einem interessanten Programm Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen und reichlich Zeit zur Information über neue Entwicklungen industrieller Anbieter zu ermöglichen. Wir laden Sie daher herzlich zur DGMP Tagung in Freiburg 2010 ein und würden uns sehr über Ihr reges Interesse freuen.

 

Norbert Hodapp
Jürgen Hennig
Michael Mix